Nach einer kurzen aber extrem erholsamen Nacht mache ich mich klar für den Christival-Tag Nummer 2. Es beginnt mit der Expedition zur Dusche, die sich nach erfolgreicher Suche in einer der Turnhallen quer über dem Schulhof befindet. Das ganze ist eigentlich keine so schlimme Sache, vorrausgesetzt, das Wasser ist durchgehend warm. Doch es ist wie Lotto spielen, ich habe etwas Glück und bekomme noch mal für einen kurzen Moment warmes Wasser. Nach einem zweckmässigen Frühstück starten wir via Tram wieder zum Christival. Wortwechsel steht an, die Konstanzer Mädels und ich lassen uns im AWD-Dome von Christina Brudereck auf den Tag einstimmen. Jesus- die Tür ist heute das Thema.
Danach heisst es für mich nix wie ab zur MMM- für die einen die Messe missionarischer Möglichkeiten, und für mich der Ort um Freunden zu begegnen.
Ich bin neugierig, wer mir alles über den Weg laufen wird. Schwupps läuft mir schon der Rolf, ein Student aus meiner Bibelschulzeit über den Weg. Weiter geht’s vorbei am Chrischona-Stand, an dem ich aber keine Bekannten entdecke. So noch einmal um die Ecke und ich stehe vor dem HCJB-Stand, hinter dem ich sofort Marco identifizieren kann. Nach 5 Jahren virtueller Freundschaft, vielen Aufs und Abs im Leben eines jeden, sehen wir uns das erste Mal. Ich lerne Marcos „bessere Hälfte“ kennen. Nach viel Mitbeten und Mitfiebern für die Beiden ist es für mich ein ganz besonderes Treffen.
Schnell, zu schnell ist die Zeit um und ich muss los, denn die Seminare warten. Mein erstes geht um Kreativen und verantwortlichen Umgang mit dem Computer. Fazit: na ja, die Gefahren des Internets kenn ich, und ich hätte mir mehr zu meinem Lieblingsthema Kreativität erwartet.
Nun gut, weiter geht’s zum Seminar Anbetungszeit im Jugend- und Hauskreis. Ich stelle fest, das das was man „schnell“ als Lobpreis formuliert, eigentlich oft nicht mehr ist als ein Wunschkonzert. Ich verstehe, das Lobpreis mehr Bedeutung braucht, und auch vorbereitet werden will (Lieder sollten von der Begleitung her „sitzen“). Das zu Lobpreis nicht nur Singen gehört sondern auch Texte, Gebete und Stille. Das man auch mal ganz bewusst die Bilder der Lieder betrachten kann. Denn Lobpreis soll zu Gott hinführen, das ich in das Lob einstimmen kann.
Zurück auf dem Christivalgelände begegne ich dem neuen Jugendreferenten aus der Pfalz, der als „Türsteher“ seinen Dienst tut.
Das Ü(F)Eier steht am Abend als Festival auf dem Programm. Ich komme in die Halle rein und werde ausgerufen, da war ich war erst mal baff. Ich werde gefragt wo ich denn herkomme, und werde daraufhin als einer der weitgereisten Teilnehmer vorgestellt. An diesem Abend werden noch mehr Leute vorgestellt, querbeet, und ich bin nicht allein. Es drehte sich alles um ein verrücktes Huhn, das ständig ein grosses Ei und Schokobons in die Menge wirft. Ein Abend mit verrückten Gruppenspielen, Bobbycar-Rennen, und einem knackigen Input.
Danach überreden mich Alisa und Silvia noch mit zum AdK/ Crushead-Konzert zu kommen. So müde wie ich aber bin, halte ich nicht bis zum Schluss durch, und mache mich früher auf den Weg zu meiner geliebten Thermarest (danke Ferdi!). Am Bahnhof angekommen wimmelt es nur so von Sicherheitskräften, der Durchgang ist gesperrt und wir müssen um den Bahnhof herum laufen, da drinnen Flaschen fliegen und sich Linke und Neonazis duellieren.
In der Tram geht derweil die Post ab, Gesang von vorne bis hinten, von dem sich auch manch ein Strassenbahnfahrer anstecken lässt.


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