Wortwechsel heute wieder im AWD-Dome: Jesus- der Weinstock. Dieter Braun teilt mit uns seine Gedanken.
Sonne tanken und was essen lässt sich heute gut kombinieren, die Sonne strahlt vom Himmel, kaum zu glauben, das es laut den Wettervorhersagen nass sein sollte und zwar richtig.
Wieder auf der MMM: Ein tolles Projekt Gib der Bibel deine Stimme. Man liest Bibeltexte ein, die dann als Hörbibel im Internet verfügbar sein werden. Klasse Sache, und einer meiner Lieblingspsalmen ist auch noch frei, da fällt die Wahl nicht wirklich schwer. Hier ist "mein" Psalm 69.
Die Zeit läuft und ich mache mich auf den Weg zum AWD-Dome, wo die Vorbereitungen für den Gruss in die Stadt laufen. Roland Werner und die Mitarbeiter teilen die versammelte Menge für die Gemeinden in Bremen auf. Jede Gemeinde hat Verteilhefte, die wir in bestimmten Strassenzügen an der Tür veschenken dürfen, und unsern Dank für die gastfreundliche Stadt an die Bremer weitergeben dürfen. Ausserdem laden wir zum grossen Abschlussgottesdienst ein. Vielleicht wechselt man auch ein paar Worte mehr.
Eigentlich entspricht so was überhaupt nicht meiner Art. Aber die Erinnerungen an das letzte Christival, mit einer ähnlichen Aktion, und die Möglichkeit über mich hinauszuwachsen, lassen den Mut der Angst überwiegen.
Also begebe ich mich zu der Ausgabestelle der Zeitschriften. Nun ist Gruppenbildung angesagt, und ich lande mit zwei männlichen Wesen in einer solchen. Wir machen uns auf den Weg, und stellen uns kurz vor. Nach wenigen Momenten müssen wir herzlich lachen, denn Thomas, einer von den beiden arbeitet seit kurzem in „meinem“ Pfälzer Verband als Prediger.
Es gibt so viele Momente des Staunens und der Freude, wo mich Gott einfach überrascht.
Inzwischen trifft der vorhergesagte Regen doch ein. Wir sind in einer Reihenhaussiedlung angelangt, und beginnen strassenweise mit unserer Aktion. Es ist gewaltig, welcher Nervenkitzel vom Klingeln bis zum Türöffnen entsteht. Überwiegend gestresste, uninteressierte, ablehnende Menschen öffnen mir, um mich möglichst schnell abzuwimmeln. Einige wenige nehmen die kostenlose Zeitschrift. Ein älterer Mann öffnet mir, er wirkt etwas verunsichert, hört sich meine Worte an, und meint dann, nachdem ich die Einladung zum Gottesdienst ausgesprochen habe, dass er sehr zurückgezogen lebe, und keinen Kontakt zu anderen Menschen haben möchte, sowas rege ihn nur unnötig auf. Ich verabschiede ihn freundlich, wie alle anderen auch und wünsche ihm Gottes Segen, während ich denken muss: „was für ein armer Mensch“.
Zwischendurch einige Lichtblicke, eine Frau mittleren Alters, die ein bisschen mehr wissen will, und eine, die selbst in eine Gemeinde geht. Ein Mann der in seiner Garage hantiert und uns von weitem beobachtet, und in Erzähllaune ist. „Ich bin Freidenker“ sagt er von sich, und meint, das Menschen wie er in der Kirche keinen Platz haben, wir kommen ins Gespräch und ich kann ihm vermitteln, das für jeden Platz ist und lade ihn zum Abschlussgottesdienst ein. Er wäre gern gekommen, meint er freundlich, nur leider sei er am Sonntag nicht mehr in Bremen. Ich ziehe weiter, nicht ohne ihm noch den Tipp zu geben, das es Gemeinden in seiner Nähe gäbe, die sich über seinen Besuch freuen würden.
Endlich, mit leichter Verspätung, treffe ich mich auf eine Apfelschorle zum „Date“ mit Marco auf der MMM. Trotz dass nur wenig Zeit ist, wollen wir uns doch noch ein wenig im realen Leben kennenlernen. Die spannende Sache, die manch vermeintlich virtueller Freundschaft das Genick bricht. Stichwort Echtheit. Die Zeit ist schnell um, und aus der virtuellen ist eine reale Freundschaft geworden.
...weiteres folgt


