Sonntag, 30. November 2008
1. Advent
Ansonsten war ich mit 2 Uhus in einem ganz tollen Adventskonzert vom Kirchenchor und Musikverein hier aus der Umgebung. Neben modernen Stücken waren einige Weihnachtsklassiker aus meiner Posaunenchorzeit vertreten. Manche Stücke haben mich echt tief berührt... die alten Zeiten wieder aufleben lassen. Für mich war es total ungewohnt, diese Passivität, es juckte mir richtig in den Fingern, und ich denke, ich werde meine Trompete mal wieder hervorkramen. Als am Schluss des Konzertes alle zusammen "Oh du fröhliche" gesungen haben, war mir so richtig weihnachtlich zumute *seuftz*
Hier noch etwas weihnachliche Stimmung von den Casting Crowns:
Samstag, 15. November 2008
Party, Party
Sonntag, 19. Oktober 2008
Herbstmomente
Meine Freunde Marc & Coni sind in den letzten Wochen gezügelt. Es war immer was zu tun, aber es war toll zusammen etwas anzupacken und zu sehen wie eine Wohnung wohnlich wird. Ich fand es unheimlich schön etwas "Familienanschluss" geniessen zu dürfen und unsere Freundschaft immer mehr vertiefen zu dürfen.Anfang des Monats hab ich in den Singletreff in Zürich reingeschnuppert. Gemütliche Atmosphäre im Starbucks-Café. Interessanter Vortrag von einer ehemaligen Chrischona-Studentin, die ich während der KBS noch kennengelernt habe. Und die Erste die mich von der Seite anquatschte war Tanja, mit der ich während der KBS anfangs das Zimmer teilte. Unterm Strich ein interessanter Abend, ein paar nette Gespräche, gute Denkanstösse. Das ruft nach Wiederholung :-)
Dann hatte ich letztens auf der Arbeit Begleitung von Frank unserm Pflegeexperten. Das heisst er läuft mit, gibt mir am Ende der Schicht Feedback. Ich kann ihm auch Aufgaben abdelegieren. Aber an einem Montag nach einem freien Wochenende *ggrrrr* gibt es einen unpassenderen Zeitpunkt?
Naja, ausser der Tatsache das ich ganz gut mit ihm klar komme, ist das schon eine ungewohnte Situation, die mich all zusehr an meine Ausbildung erinnert hat. Aber unterm Strich sind solche Begleitungen sinnvoll und hilfreich.
So weiss ich jetzt, wie ich manche Abläufe besser gestalten, optimieren kann und woran ich noch arbeiten sollte. Das positive Feedback das meinen Umgang mit den Patienten betraf, überraschte mich sehr. Ich selber fühle mich in der letzten Zeit längst nicht so fähig wie gewisse andere Kollegen, die da eine wirkliche Begabung auf dem Gebiet haben. Aber das heisst schliesslich nicht, das ich keine fähige Krankenschwester bin. Also hab ich doch nicht den falschen Beruf ;-)
Samstag, 18. Oktober 2008
Casting Crowns 7.11. in Frauenfeld
Wer bin ich schon?,
dass der Herr der ganzen Welt
sich darum kümmern würde meinen Namen zu kennen,
sich darum kümmern würde meinen Schmerz zu fühlen.
Wer bin ich schon?,
dass der helle Morgenstern auswählen würde,
den Weg für mein ewig wanderndes Herz zu erleuchten.
Chorus:
Nicht aufgrund dessen wer ich bin,
sondern wegen dem was Du getan hast.
Nicht wegen dem was ich getan hab,
sondern aufgrund dessen wer Du bist.
Ich bin eine schnell verwelkende Blume,
heute da und morgen vergangen.
Eine umhergeschleuderte Welle im Meer,
ein Hauch im Wind.
Dennoch hörst Du mich wenn ich Dich rufe,
Herr,Du fängst mich auf wenn ich falle,
und Du hast mir gesagt wer ich bin.
Ich bin Dein.
Ich bin Dein.
Wer bin ich schon?,
dass die Augen die meine Sünde sehen,
mit Liebe auf mich schauen
und mir beim Aufstehen zusehen würden.
Wer bin ich schon?,
dass die Stimme die das Meer beruhigte
durch den Regen rufen und
den Sturm in mir beruhigen würde.
Chorus 2x
Ich bin Dein.
Ich bin Dein.
Wen sollte ich fürchten?
Wen sollte ich fürchten?
Denn ich bin Dein.
Ich bin Dein.
Eigentlich waren sie die Lobpreis-Band ihrer Gemeinde. 2003 noch als Insidertipp gehandelt, gehört 2 Jahre später Casting Crowns zu den angesagtesten Gruppen der christlichen Musikszene. Mögen die Fakten auch noch so abgehoben erscheinen, so gilt das keineswegs für die Männer und Frauen, die Casting Crowns sind. Mark Hall, der Songwriter und Sänger der Casting Crowns, ist Jugendpastor einer Kirchgemeinde in Atlanta und sieht das immer noch als seine Hauptaufgabe. Für Hall ist klar: Es geht nicht darum Sonntags im Gottesdienst schöne Lieder zu trällern. Vielmehr soll das gesamte Leben eines Christen Gott die Ehre geben.
Daran knüpft jetzt der lang erwartete Nachfolger des Überflieger-Debüts an. "Das ganze Leben sollte Lobpreis sein", so die Hauptaussage von "Lifesong". Wie dieses Leben aussehen kann, buchstabiert das neue Album Song für Song durch. Mit deutlichen Worten und rockigem Pop.
Und auch musikalisch überzeugen die sieben Musiker mit dem für sie so typischen Pop/Rock, der nicht nur leicht ins Ohr, sondern ebenso leicht ins Herz geht!
Am 7. November kommt die amerikanische Band nach Frauenfeld, mein Konzertticket ist reserviert. Der erste Song mit dem ich in Kontakt kam ist der oben. Das war letztes Jahr auf dem YBS. Und er hat mich verfolgt, war mein persönlicher Ohrwurm, der bis ins Herz ging. Nun freu ich mich auf weitere Ohrwürmer wie
Freitag, 1. August 2008
Nationalfeiertag
Heute feiert die Schweiz laut dem Nationalmythos ihren 717. Jahrestag. Im Jahre 1291 sollen Abgesandte der 3 Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf einer abgelegenen Almwiese, dem Rütli die Eidgenossenschaft gegründet haben. Der Rütli-Schwur galt als Schutz-und Trutzbündnis.Die Idee, das Jahr 1291 als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft und den ersten August als Nationalfeiertag festzulegen, ging auf die Initiative der Berner zurück. In Bern wollte man 1891 das 700-jährige Bestehen der Stadt feiern. Die Verbindung mit einer 600-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft kam ihnen sehr gelegen. Im Bericht, den das Departement des Innern am 21. November 1889 für den Bundesrat verfasste, war auch tatsächlich eine zweitägige Feier in Bern vorgesehen, nicht etwa in der Innerschweiz.
Für die feierliche Begehung zieren des Schweizers Zuhause Schweizer-, Kantons- oder Gemeindefahnen. Öffentliche Gebäude und Plätze, sowie Strässenzüge werden von der Gemeinde beflaggt, was meist sogar gesetzlich vorgeschrieben ist.
Am Nachmittag oder Abend des 31. Juli oder des 1. August finden vielerorts 1. August-Feiern statt. Es gibt Höhenfeuer und Feuerwerke. Schweizweit läuten alle Glocken um 20 Uhr für 15 Minuten. Die Schweizer Nationalhymne (der Schweizer Psalm) wird gesungen. Und auf dem berühmt berüchtigeten Rütli wird die Ansprache des Bundespräsidenten abgehalten.
Seh’ ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Kommst im Abendglühn daher,
Find’ ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen!
Denn die fromme Seele ahnt
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Ziehst im Nebelflor daher,
Such’ ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender, Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt,
Ja, die fromme Seele ahnt,
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.
Sonntag, 15. Juni 2008
Ameisli
Seit ein paar Wochen helfe ich bei den Ameisli der FeG Siebnen mit. Bin da so "leicht" reingerutscht, wie es halt so passiert...Letztens hatte der Ameislischreck einige Mitarbeiter entführt, und zudem noch die Bilder für die Geschichte geraubt und unterwegs vesteckt. Diese mussten gruppenweise aufgespürt werden, nachdem man die verschwundenen Mitarbeiter an verschiedenen Orten im Dorf "zufällig" fand und sich mit diesen auf den Weg machte.
Hier sieht man meine Gruppe die sucht, was ich vorher gut versteckt und mit Waldläuferzeichen versehen habe *grins*

Nach erfolgreicher Rückkehr, gabs dann die Geschichte von Wickie, dem Wickinger.
Gut gestärkt mit Hörnli-Salat gings ins nächste Abenteuer.
Auf dem Grillplatz im Wald hatten sich nämlich Schlangenfreunde niedergelassen, die ihre Haustiere mitbrachten. Da waren die Kids beschäftigt mit Schlangen streicheln und die Besitzer ausfragen. Schwer sie dann davon loszueisen, und sie zur Andacht etwas ruhiger zu bekommen.
Danach gings ans Praktische. Material sammeln um Schiffe zu daraus zu bauen. Die mehr oder weniger stabilen Schiffe sieht man nebenstehend<-- das Schiff meiner Gruppe *räusper*

Nicht genug die Schiffe zu bauen, nein sie wurden dann noch zu Wasser gelassen. Für was lebt man sonst am Zürichsee?
Das Wetter war passend und einige der Kinder konnten es nicht lassen, soweit man die Hosenbeine hochkrempeln konnte, ins Wasser zu steigen.

Das Schiff der Gruppe mit männlichem Mitarbeiter. Es überlebte die Überfahrt und landete im Hafen von Schmerikon, wo ein Mitarbeiter es wieder einsammeln konnte.
Alles in allem ein feucht-fröhlicher Tag, an dem Kinder und Mitarbeiter müde und glücklich wieder nach Hause kehren konnten.
Freitag, 2. Mai 2008
Christival Tag 3
Wortwechsel heute wieder im AWD-Dome: Jesus- der Weinstock. Dieter Braun teilt mit uns seine Gedanken.
Sonne tanken und was essen lässt sich heute gut kombinieren, die Sonne strahlt vom Himmel, kaum zu glauben, das es laut den Wettervorhersagen nass sein sollte und zwar richtig.
Wieder auf der MMM: Ein tolles Projekt Gib der Bibel deine Stimme. Man liest Bibeltexte ein, die dann als Hörbibel im Internet verfügbar sein werden. Klasse Sache, und einer meiner Lieblingspsalmen ist auch noch frei, da fällt die Wahl nicht wirklich schwer. Hier ist "mein" Psalm 69.
Die Zeit läuft und ich mache mich auf den Weg zum AWD-Dome, wo die Vorbereitungen für den Gruss in die Stadt laufen. Roland Werner und die Mitarbeiter teilen die versammelte Menge für die Gemeinden in Bremen auf. Jede Gemeinde hat Verteilhefte, die wir in bestimmten Strassenzügen an der Tür veschenken dürfen, und unsern Dank für die gastfreundliche Stadt an die Bremer weitergeben dürfen. Ausserdem laden wir zum grossen Abschlussgottesdienst ein. Vielleicht wechselt man auch ein paar Worte mehr.
Eigentlich entspricht so was überhaupt nicht meiner Art. Aber die Erinnerungen an das letzte Christival, mit einer ähnlichen Aktion, und die Möglichkeit über mich hinauszuwachsen, lassen den Mut der Angst überwiegen.
Also begebe ich mich zu der Ausgabestelle der Zeitschriften. Nun ist Gruppenbildung angesagt, und ich lande mit zwei männlichen Wesen in einer solchen. Wir machen uns auf den Weg, und stellen uns kurz vor. Nach wenigen Momenten müssen wir herzlich lachen, denn Thomas, einer von den beiden arbeitet seit kurzem in „meinem“ Pfälzer Verband als Prediger.
Es gibt so viele Momente des Staunens und der Freude, wo mich Gott einfach überrascht.
Inzwischen trifft der vorhergesagte Regen doch ein. Wir sind in einer Reihenhaussiedlung angelangt, und beginnen strassenweise mit unserer Aktion. Es ist gewaltig, welcher Nervenkitzel vom Klingeln bis zum Türöffnen entsteht. Überwiegend gestresste, uninteressierte, ablehnende Menschen öffnen mir, um mich möglichst schnell abzuwimmeln. Einige wenige nehmen die kostenlose Zeitschrift. Ein älterer Mann öffnet mir, er wirkt etwas verunsichert, hört sich meine Worte an, und meint dann, nachdem ich die Einladung zum Gottesdienst ausgesprochen habe, dass er sehr zurückgezogen lebe, und keinen Kontakt zu anderen Menschen haben möchte, sowas rege ihn nur unnötig auf. Ich verabschiede ihn freundlich, wie alle anderen auch und wünsche ihm Gottes Segen, während ich denken muss: „was für ein armer Mensch“.
Zwischendurch einige Lichtblicke, eine Frau mittleren Alters, die ein bisschen mehr wissen will, und eine, die selbst in eine Gemeinde geht. Ein Mann der in seiner Garage hantiert und uns von weitem beobachtet, und in Erzähllaune ist. „Ich bin Freidenker“ sagt er von sich, und meint, das Menschen wie er in der Kirche keinen Platz haben, wir kommen ins Gespräch und ich kann ihm vermitteln, das für jeden Platz ist und lade ihn zum Abschlussgottesdienst ein. Er wäre gern gekommen, meint er freundlich, nur leider sei er am Sonntag nicht mehr in Bremen. Ich ziehe weiter, nicht ohne ihm noch den Tipp zu geben, das es Gemeinden in seiner Nähe gäbe, die sich über seinen Besuch freuen würden.
Endlich, mit leichter Verspätung, treffe ich mich auf eine Apfelschorle zum „Date“ mit Marco auf der MMM. Trotz dass nur wenig Zeit ist, wollen wir uns doch noch ein wenig im realen Leben kennenlernen. Die spannende Sache, die manch vermeintlich virtueller Freundschaft das Genick bricht. Stichwort Echtheit. Die Zeit ist schnell um, und aus der virtuellen ist eine reale Freundschaft geworden.
...weiteres folgt
Donnerstag, 1. Mai 2008
Christival Tag 2
Nach einer kurzen aber extrem erholsamen Nacht mache ich mich klar für den Christival-Tag Nummer 2. Es beginnt mit der Expedition zur Dusche, die sich nach erfolgreicher Suche in einer der Turnhallen quer über dem Schulhof befindet. Das ganze ist eigentlich keine so schlimme Sache, vorrausgesetzt, das Wasser ist durchgehend warm. Doch es ist wie Lotto spielen, ich habe etwas Glück und bekomme noch mal für einen kurzen Moment warmes Wasser. Nach einem zweckmässigen Frühstück starten wir via Tram wieder zum Christival. Wortwechsel steht an, die Konstanzer Mädels und ich lassen uns im AWD-Dome von Christina Brudereck auf den Tag einstimmen. Jesus- die Tür ist heute das Thema.
Danach heisst es für mich nix wie ab zur MMM- für die einen die Messe missionarischer Möglichkeiten, und für mich der Ort um Freunden zu begegnen.
Ich bin neugierig, wer mir alles über den Weg laufen wird. Schwupps läuft mir schon der Rolf, ein Student aus meiner Bibelschulzeit über den Weg. Weiter geht’s vorbei am Chrischona-Stand, an dem ich aber keine Bekannten entdecke. So noch einmal um die Ecke und ich stehe vor dem HCJB-Stand, hinter dem ich sofort Marco identifizieren kann. Nach 5 Jahren virtueller Freundschaft, vielen Aufs und Abs im Leben eines jeden, sehen wir uns das erste Mal. Ich lerne Marcos „bessere Hälfte“ kennen. Nach viel Mitbeten und Mitfiebern für die Beiden ist es für mich ein ganz besonderes Treffen.
Schnell, zu schnell ist die Zeit um und ich muss los, denn die Seminare warten. Mein erstes geht um Kreativen und verantwortlichen Umgang mit dem Computer. Fazit: na ja, die Gefahren des Internets kenn ich, und ich hätte mir mehr zu meinem Lieblingsthema Kreativität erwartet.
Nun gut, weiter geht’s zum Seminar Anbetungszeit im Jugend- und Hauskreis. Ich stelle fest, das das was man „schnell“ als Lobpreis formuliert, eigentlich oft nicht mehr ist als ein Wunschkonzert. Ich verstehe, das Lobpreis mehr Bedeutung braucht, und auch vorbereitet werden will (Lieder sollten von der Begleitung her „sitzen“). Das zu Lobpreis nicht nur Singen gehört sondern auch Texte, Gebete und Stille. Das man auch mal ganz bewusst die Bilder der Lieder betrachten kann. Denn Lobpreis soll zu Gott hinführen, das ich in das Lob einstimmen kann.
Zurück auf dem Christivalgelände begegne ich dem neuen Jugendreferenten aus der Pfalz, der als „Türsteher“ seinen Dienst tut.
Das Ü(F)Eier steht am Abend als Festival auf dem Programm. Ich komme in die Halle rein und werde ausgerufen, da war ich war erst mal baff. Ich werde gefragt wo ich denn herkomme, und werde daraufhin als einer der weitgereisten Teilnehmer vorgestellt. An diesem Abend werden noch mehr Leute vorgestellt, querbeet, und ich bin nicht allein. Es drehte sich alles um ein verrücktes Huhn, das ständig ein grosses Ei und Schokobons in die Menge wirft. Ein Abend mit verrückten Gruppenspielen, Bobbycar-Rennen, und einem knackigen Input.
Danach überreden mich Alisa und Silvia noch mit zum AdK/ Crushead-Konzert zu kommen. So müde wie ich aber bin, halte ich nicht bis zum Schluss durch, und mache mich früher auf den Weg zu meiner geliebten Thermarest (danke Ferdi!). Am Bahnhof angekommen wimmelt es nur so von Sicherheitskräften, der Durchgang ist gesperrt und wir müssen um den Bahnhof herum laufen, da drinnen Flaschen fliegen und sich Linke und Neonazis duellieren.
In der Tram geht derweil die Post ab, Gesang von vorne bis hinten, von dem sich auch manch ein Strassenbahnfahrer anstecken lässt.Mittwoch, 30. April 2008
Christival 2008 Tag 1
Der Tag startet für mich recht früh um 3:00 nach wenigen Stunden Schlaf. Ich mache mich mit meinem kleinen dreckigen Golf auf den Weg nach Konstanz am Bodensee, wo ich um 05:10 Uhr mit einer Gruppe mitfahren kann, die 2 Reisebusse für das Christival organisiert hat.
Bis Konstanz verläuft die Fahrt reibungslos. Nachdem ich dann in Konstanz selbst bin, ist genau die Strasse gesperrt, wo ich laut Routenplaner hätte hin müssen. Nach mehreren Ehrenrunden und dem steigenden Adrenalinspiegel zu vorgerückter Stunde, Verzweifung und einer Reihe Stossgebeten, finde ich eine Tankstellenbesitzerin, die eigentlich geschlossen hat, mich aber hereinbittet und mir auf dem Stadtplan die Wegstrecke genau erklärt. Mit neuem Mut mache ich mich auf den Weg, fahre letztendlich aber einmal im Kreis.
Es ist 04:45. Beim zweiten Versuch komme ich meinem Ziel ein grosses Stück näher. Dann stehe ich erneut nach dreimaligem auf- und abfahren einer Strasse vor dem Nichts. Panik versucht sich breit zu machen, vor meinem inneren Auge sehe ich den Bus abfahren.
Es ist 04:55. Nach dem Gebet: „Gott wenn Du mich auf dem Christival dabei haben willst, bitte hilf mir rechtzeitig zum Bus zu kommen“, werde ich ruhiger. Einen Moment später sehe ich einem Mann, der eben seinen Hund gassi führt. Er kann mir sagen wo ich hin muss. Die Strasse finde ich fast auf Anhieb, doch der Treffpunkt liegt im Dunkeln. Nach mehrmaligem entlangfahren sehe ich dann Leute, die mindestens soviel Gepäck mit sich schleppen wie ich, und ich bin am Ziel angelangt.
Es ist 05:05. Einmal tief durchatmen und Gott Danke sagen.
Die Gruppe mit der ich mitfahre besteht aus Leuten von der SMD und der ev. Landeskirche in Konstanz und Umgebung. Nun ist erst mal schlafen, schlafen und nochmals schlafen angesagt.
Irgendwo mitten in Deutschland auf einem Rastplatz. Ich steige aus, laufe ein paar Meter, dann steht da ein blauer Kleinbus aus dem Tatjana und Manuel aus meinem ehemaligen Jugendkreis in Wolfstein klettern. Einige Autos weiter begegnet mir Martin, der wie ich auch in der Jugendarbeit unseres evangelischen Gemeinschaftsverbandes einige Jahre mitgearbeitet hat. Wie klein die Welt doch ist! Doch nicht genug. Unser Ablöse-Busfahrer steht noch im Stau, also vertreibt sich unsere Busgemeinschaft die Zeit mit Frisbee spielen auf dem Rastplatz (sehr zur Freude der Auto-und LKW-Fahrer *g*) Irgendwann taucht Michael, ein Jugendreferent, der mit mir einige Zeit im Hauskreis war, zwischen den Fahrzeugen auf. Über so viele coole Begegnungen, wo das Christival noch gar nicht angefangen hat, kann ich mich nur freuen.
Weiter geht die Fahrt, und die Mitarbeiter der Gruppen veranstalten per Walkie-Talkie Spiele, bei denen die beiden Busse gegeneinander spielen. Leicht chaotisch das ganze, aber die Teenies sind beschäftigt.
Irgendwann treffen wir dann in Bremen im Quartier ein. Nach langem anstehen an einer fast nicht endenden Teilnehmerschlange können wir dann die Schlafplätze herrichten, und uns langsam aber sicher auf den Weg zum Bremer Hauptbahnhof machen. Schon dort begegnen einem fröhlich junge Menschen mit Rot-Weißen-Christival-Bändern um den Hals. Ein paar Einheimische schauen leicht kritisch, einige Gruppen demonstrieren gegen das Christival.
Nun nur noch durch den Bahnhof hindurch, und ab aufs Christival Gelände anmelden. Kaum stehe ich an der Schlange an, erblicke ich auch schon Jörg, Jugendreferent im ev. Gemeinschaftsverband Pfalz, mit dem ich viele Jahre der Mitarbeit gemeistert habe. Heute zeigt er als Ordner für die Teilnehmer vollen Stimmeinsatz, und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Freude macht sich bei mir breit, mir geht das Herz auf, die Menschen zu treffen, die mir soviel bedeuten, die mich viele Jahre auf meinem Weg begleitet und geformt haben. Und die ich inzwischen nur noch selten treffen kann.
200 m weiter treffe ich auf das Rudel der Pfälzer. Darunter auch „meine“ Jugendlichen aus der Stadtmission in Kaiserslautern.
So geht es dann zur Eröffnungsveranstaltung. Es gibt für jeden ein kleines rotes Knicklicht, mit dem wir im späteren Verlauf des Abends unterstreichen, dass wir Gottes Liebe an die Bremer weiterschenken wollen.
Sehr motivierende Inputs und Anbetung runden den Abend ab. Müde, glücklich und gespannt fahren wir mit unserer Strassenbahn ins Quartier zurück.
Dienstag, 22. April 2008
Schweizer Wörship
Anbeten in einem Dialekt ist für mich schon noch etwas ganz besonders, manche Worte bekommen eine andere Tiefe und Echtheit.

La mi dys Härz la gspüre, Herr
Mach myni Ouge uf um z gseh wie du üs gsehsch
Mach myni Ohre uf um z ghöre was du seisch
Mys Läbe söll di pryse, Herr
Mit dir chan i nie verliere mit dir chan i nume gwinne
Wenn i di vo Härze sueche lasch du di la finge
Mit dir chan i nie verliere mit dir chan i nume gwinne
Du bisch my Gott, für alli Zyt, wärtvolle Gott
Du bisch my Gott, du blibsch my Gott, für geng my Gott
Reinhören
Montag, 17. März 2008
Weisheiten aus meiner Chrischona-Zeit
Was nicht Braun ist, das ist bräunlich.
Was nicht Grün ist, das ist grünlich.
Was nicht Grau ist, das ist gräulich.
Was nicht Christ ist, das ist christlich.
(W. Busch)
Wer zu oft auf Händen getragen wird, bekommt Muskelschwund.
(E. Hagedorn, Dozent)
Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Im Christ werden (der Taufe) ist der alte Adam ersäuft, aber das Aas kann schwimmen.
(M. Luther)
Sorge ist eine kleine Sache mit einem grossen Schatten.
(schwed. Sprichwort)
Sorge ist zuerst ein kleines Rinnsal, das durch den Verstand rieselt. Wenn man es gewähren lässt, wird daraus schon bald ein breiter Strom, der alle anderen Gedanken mit sich reisst.
(Arthur Roche)
Sonntag, 9. März 2008
Mittwoch, 5. März 2008
Mein Hauskreis
Nicht etwa: Gen-Manipulation.
(Andreas Malessa, Das frommdeutsche Wörterbuch)
Ich finde es an der Zeit, Dir lieber Leser, meinen Hauskreis mal richtig vorzustellen.
Mein Hauskreis besteht aus einer Erzieherin, das ist die Coni, diese ist mit einem Polizisten verheiratet. Und der nette "Bulle" Marc hat noch eine Schwester, die Corinne, die ist aber ein paar Jährchen jünger ist als wir drei. Vor zwei Wochen haben wir nochmal männlichen Zuwachs bekommen, die Polizistenschwester hat noch einem Ameisli (Mischung zwischen Kinderstunde und Pfadfinder) -Mitarbeiter den Hauskreis schmackhaft gemacht, dem Rico, dem es trotz seinem jungen Alter von 17 Jahren scheinbar bei uns gefällt ;-)
Ja, wo gibts auch sonst alle 2 Wochen ne warme Mahlzeit für umme *g*
Das ist auch etwas das ich sehr schätzen gelernt habe, gemeinsame Mahlzeiten sind total bereichernd. Wir rotieren wohnungsmässig, jeder hat mal so Hauskreisthema, und jeder darf mal kochen.
Und in den letzten Wochen haben wir unsere musikalische Seite voll entdeckt. Mit 2 Gitarren, ner Panflöte und fröhlichen Stimmen geht es richtig rund.
Ein Hauskreisabend beginnt bei uns meistens mit Singen und dann folgt eine Austauschrunde, in der jeder berichten kann, was ihn beschäftigt. Man betet gegenseitig füreinander. Dann schauen wir gemeinsam einen Bibeltext an, den wir meist mit Vorbereitungshilfen und Fragen im Gespräch vertiefen.
Achja, nicht zuvergessen, der Hauskreis ist immer am Mittwoch :-D
Samstag, 23. Februar 2008
CHRISTIVAL 2008
Nein?
Dann aber schnell...
Wir sehen uns in Bremen :-)
Jesus bewegt
30. April-4.Mai 2008
Anmelden unter www.christival.de
Donnerstag, 7. Februar 2008
Ski-Tag
Wie jedes Jahr hat das Spital all seine Mitarbeiter zum Ski-Tag eingeladen (im ganzen 2 Ski-Tage, da ja irgendwer den Laden schmeissen sollte, während die anderen sich vergnügen). In Deutschland würde man Betriebsausflug sagen, was natürlich längst nicht so gut klingt ;-)Dieses Jahr fand der Event in Davos, im Kanton Graubünden statt.Aber nun mal ganz von vorne...
Nach einem späten Spätdienst und einer sehr kurzen Nacht, traf ich mich mit der Hälfte meiner Kollegen vor dem Spital, um die besten Plätze in einem der 3 Cars (deutsch für Reisebusse) zu ergattern. Zum Z´morge gab es dann für jeden Kafi (Kaffee) und Zopf (ungesüsster Hefeteig, ähnlich wie Kranzkuchen). Wie fein so eine einfache Mahlzeit doch sein kann, woanders hätten Belegte aufgetischt werden müssen aber die Schweizer sind da ganz cool mit ihrem "trockenen" Zopf :-)
Nach 1,5 Stunden Fahrt in den immer heller werdenden Tag- mit zunehmenden Schneemassen an den Strassenrändern- hiess es für die einen rauf auf die Pisten und für die anderen ab in die Beiz (Kneipe). Da ich bisher nie Ski an meinen Füssen hatte, fühlte ich den heutigen Tag nicht für angemessen das zu ändern. Also war ich bei der Kneipentour mit dabei (klingt schlimmer als es war) eigentlich verlegten wir nur mehrmals unsere Quatschrunde nach ein paar Stunden in eine andere Lokalität. Zwischendurch machten wir etwas Gleichgewichtstraining auf den zum Teil recht glatten, gefrorenen Gehwegen, um von A nach B zu gelangen.
Zu einer sportlich (mordlichen) Aktion schafften wir es an diesem Tag dennoch. Wir wagten uns aufs Eisfeld unter freiem Himmel (im Sommer ein Sportplatz), was ca. doppelt so gross war wie die Eisfläche in diversen Eissporthallen, die ich bisher so kannte. Letztendlich wagten Andre, Achim, Annalies, Brigitte und ich den Schritt aufs Eis . Andre und ich waren relativ schnell sicher und drehten ein paar Runden. Annalis, mit ihren 50 Jahren krallte sich als ersten einen Eisbären. Und zwar sind das Teile, eigentlich für Kinder gedacht, die sie als Halt auf dem Eis vor sich herschieben können. Es war recht schwer ernst dabei zu bleiben und nicht selbst auf "die Schnurre zu gheien". Brigitte, auch nicht mehr die jüngste, stürzte nach ein paar Runden und musste dann das Spital von Davos von innen besichtigen. Letztendlich durfte sie die Rückreise wieder mit antreten, war aber für ein paar Tage "ausgeschaltet".

Unterm Strich hatten wir an diesem Tag einen Verlust, fast sogar 3 zu verzeichnen: ein Kollege brach in der Sauna zusammen, und wurde erst mal im Spital zur Beobachtung behalten. Zwei Leute wurden fast vergessen, weil die Cars woanders parkten als abgesprochen...
Müde, die Meute halb schlafend gings zurück in die (Wahl-) Heimat.
Dort gabs noch ein leckeres Fondue Chinoise für die Fleischesser; dazu riesige Früchteplatten, x-verschiedenen Dips... Ich hatte mal brav Vegetarisch angekreuzt und bekam ein paar Tortellini, die vom Aldi fast besser schmeckten...
Und was lernen wir daraus: Machs wie daheim, lass das Fleisch weg und iss den Rest. Das hätte mir auch an dem Abend einiges erspart :-)
Alles in allem ein sehr netter Tag, wer den auslässt und stattdessen Arbeiten geht, ist in zweifacher Hinsicht doof.....
Donnerstag, 31. Januar 2008
zweitausendacht
Inzwischen bin ich ein halbes Jahr in der Schweiz, und ich fühle mich wie Zuhause. Ich geniesse die Zeit und unternehme öfters was mit meinen Freunden aus dem Hauskreis. Ferdi hat inzwischen den Hauskreis gewechselt, wodurch sich dann unsere Wege nicht mehr regelmässig kreuzen.
In punkto Gemeinde bin ich so regelmässig wie möglich derzeit im prisma in Rapperswil zu finden. Im Moment findet dort monatlich der Kontaktpool statt, was Leuten wie mir durch Informationen und neue Kontakte den Einstieg erleichtert. Dadurch, dass die Gemeinde sehr gross ist, ist man eben recht anonym. Was der Sache auch keinen Abbruch tut, ist die Tatsache, dass Marc & Coni, das Ehepaar aus meinem Hauskreis, die Abende mitorganisieren und ebenfalls regelmässig in die Gemeinde gehen.
So kenne ich jetzt eine niederländische Physiotherapeutin, ein paar Krankenschwestern und einige Leute aus der Gemeindeleitung.
Hier war ich mit Coni mal Sonntags spazieren, am Zürichsee, versteht sich :-)







