Mittwoch, 14. November 2007

Räbechilbi

oder was man aus Steckrüben so alles machen kann

Ich muss doch sagen, Schweizer können richtig kreativ sein. So wie z.B. letzten Samstag.
Was ich meine? Den Räbeliechtli-Umzug. Also ganz von vorne.
Räbe sind Steckrüben- eine Mischung zwischen Kohlrabi und Rüben (pfälz. Rummle).
Und die werden jedes Jahr extra angepflanzt damit Kinsgi (Kindergarten), Schul- klassen, örtliche Vereine und Gruppen daraus Räbeliechtli schnitzen können oder sogenannte Sujets (Bilder) gestalten, die dann durch die Strassen gefahren oder getragen wurden.

Das ganze Dorf wird mit Räbelichtli bestückt. Fenster- simse, Wege, Türeingänge erstrahlen in sanftem Licht. Damit die Räbelichtli gut zur Geltung kamen, wurde das Licht abgestellt (scheint Schweizer Tradition zu sein -->Basler Morgestraich)

26 Tonnen Räben und 50000 Kerzen wurden in diesem Jahr für den Umzug gebraucht.

Sogar die Chrischona- gemeinde hat sich voll in die Arbeit gestürzt und einen 3-dimensionalen Wal mit den Lichtli gestaltet, in dessen offenem Maul ein Kind sass. Andere hatten meist nur 2- dimensionale Bilder von Tauchern über Mäuse und Roger Federer (eindeutig Tennisclub, oder...?)

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